Wahlprogramm der SPD Hasbergen für 2026 bis 2031
Die Gemeinde weiter entwickeln – gemeinsam unsere Heimat am Hüggel gestalten
Hasbergen ist eine kleine, gesunde Gemeinde – und für viele Menschen Heimat
In unserer Hüggelgemeinde lässt es sich gut leben: freundliche Menschen, eine gute Infrastruktur, Nahversorger mit reichhaltigem Angebot, eine verlässliche ärztliche Versorgung und ein ÖPNV, der die gute Erreichbarkeit von Osnabrück garantiert. Und natürlich die Natur. Ob ein Spaziergang im Hüggel, eine Wanderung rund um den Kleinen Berg oder ein Besuch am Augustaschacht – die Wege sind kurz. Nur wenige Schritte und man ist im Grünen oder im Wald. All das trägt dazu bei, dass man sich hier wohlfühlt. In Hasbergen.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich viel bewegt: neue Kitas, eine Mensa, ein neuer Bürgersaal, Rathaus und Gastronomie im Ortszentrum, Straßenausbau und -erneuerung – um nur einige Beispiele zu nennen. Möglich wurde das unter anderem, weil unsere Gemeinde finanziell solide aufgestellt ist. Das verdanken wir insbesondere unseren Gewerbesteuerzahlern sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die durch Lohn- und Einkommensteuer ihren Beitrag leisten.Viel erreicht – aber Stillstand? Bitte nicht. Denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Deshalb wollen wir, die SPD Hasbergen, auch künftig die Zukunft unserer Gemeinde gestalten. Verantwortungsbewusst – und mit Ihrem Vertrauen.
Dieses Vertrauen haben Sie uns 2021 geschenkt: Als stärkste Kraft im Gemeinderat und mit einem engagierten, empathischen und aktiven Bürgermeister, Adrian Schäfer, an der Spitze haben wir – meist gemeinsam mit den anderen Ratsmitgliedern – Hasbergen weiter vorangebracht. Für uns alle.
Diesen erfolgreichen Weg möchten wir gemeinsam mit Ihnen und für Sie fortsetzen. Was wir in den kommenden Jahren erreichen wollen, haben wir in unserem Wahlprogramm für Sie zusammengefasst.
Für Hasbergen. Gemeinsam. Für alle
Von den Jüngsten bis zu den Ältesten – Für eine gemeinsame Zukunft in Hasbergen
Damit Hasbergen eine gute Zukunft hat, ist es für uns essentiell, schon die Gegenwart für alle gut zu gestalten – das beginnt bei den Familien
- Für die Jüngsten in unserer Gemeinde haben wir deshalb schon viel getan.
Die Kindertagesstätten wurden weiter ausbaut und qualitativ gestärkt.
Deshalb können wir jetzt für jedes Kind einen Krippen- oder Kindergartenplatz anbieten.
Eine verlässliche, bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen sowie ein leistungsfähiges Familienzentrum sind für uns zentrale Bausteine einer familienfreundlichen Gemeinde. Wir werden diese Bausteine auch zünftig sichern. - Wir setzen uns konsequent für die Stärkung unserer drei Schulstandorte – der Hüggelschule Hasbergen, des Schulstandorts Gaste sowie der Schule am Roten Berg – ein. Unser Ziel ist es, die Bildungsqualität nachhaltig zu sichern, moderne Lernbedingungen zu schaffen und allen Kindern bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten.
- Durch die enge Verzahnung von Kitas, Schulen, Ganztagsangeboten und Familienzentrum schaffen wir eine belastbare Infrastruktur, die Eltern spürbar entlastet und eine verlässliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.
Bildung – Fundament für gesellschaftliche Teilhabe
- Bildung ist die Grundlage für gesellschaftliche Integration, individuelle Entfaltung und die aktive Mitgestaltung unserer Demokratie. Wir, die SPD Hasbergen, setzen uns dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen in unserer Gemeinde weiterhin die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Unterstützungsbedarf der Eltern.
- Unsere Schulen bilden einen wichtigen Teil lebendiger Gemeinde. Damit sie auch in Zukunft attraktive Lernorte bleiben, wollen wir gemeinsam mit Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schülern die Schullandschaft gestalten und – wo nötig – anpassen. Gut ausgestattete und moderne Schulgebäude, in denen Lernen Freude macht, barrierefreie Zugänge und Räume, die Inklusion selbstverständlich machen, gehören dazu. Darüber hinaus werden wir die Sanierung der gemeindlichen Sporthallen auf den Weg bringen, um so Gesundheit, Bewegung und Teamgeist noch besser fördern zu können. In den letzten Jahren haben wir konsequent für und mit den Schulen daran gearbeitet und werden dies auch weiter tun. Die Ganztagsschule in der Hüggelschule und der Schule am Roten Berg ist eingeführt, durch Rat und Verwaltung ist eine neue Mensa gebaut worden. Dort, wo eine Nachmittagsbetreuung notwendig ist, wird sie von uns verlässlich eingerichtet.
Digitalisierung als Chance
- Digitale Bildung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. In Hasbergens Schulen wurde der Digitalpakt schon komplett umgesetzt. Die so erreichte digitale Ausstattung muss ständig den Veränderungen angepasst werden. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass allen Schulen eine verlässliche digitale Infrastruktur erhalten bleibt, die sich den ändernden Anforderungen anpassen kann. Digitale Endgeräte und Lernplattformen werden allen Schülerinnen und Schülern auch weiterhin zugänglich sein. So schaffen wir gleiche Chancen im digitalen Wandel.
Starke Schulsozialarbeit – Unterstützung, wo sie gebraucht wird
- Unsere Kinder und Jugendlichen stehen in einer komplexer werdenden Welt vor vielfältigen Herausforderungen. Schulsozialarbeit spielt eine zentrale Rolle dabei, sie zu begleiten und zu unterstützen. Die Schulsozialarbeit wird gesichert und bei Bedarf ausgebaut – wo nötig mit Unterstützung von Land und Kreis. Zudem werden wir die Schule und die gemeindliche Jugendpflege anregen, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren, um so frühzeitige Hilfe anbieten zu können.
- Ziel muss sein, Bildungsabbrüche und soziale Isolation zu verhindern.
Jugendarbeit stärken – Raum für Begegnung und Mitgestaltung
- Gute Jugendarbeit bedeutet für uns aktiven, gelebten Zusammenhalt. Sie schafft Räume, in denen junge Menschen sich treffen, ausprobieren, engagieren und persönlich weiterentwickeln können. Mit dem Umzug des Jugendzentrums in das neue Generationen-Gemeinschafts–Zentrum Hasbergen (GGZ) eröffnet sich die große Chance, die kontinuierliche Jugendpflege in Hasbergen weiter auszubauen und zukunftsfähig aufzustellen. Die bislang erfolgreiche Arbeit wollen wir verlässlich unterstützen und gezielt stärken.
- Auch die Ferienpassaktionen in allen drei großen Ferienzeiten sichern wir weiterhin ab, damit Freizeitangebote und gesellschaftliche Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen möglich bleiben – unabhängig vom Einkommen der Eltern.
- Darüber hinaus wollen wir die Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen am politischen und gesellschaftlichen Leben in unserer Gemeinde erweitern. Gemeinsam mit ihnen möchten wir neue Formate entwickeln und konkrete Schritte auf den Weg bringen.
- Für Jugendliche, die die Angebote im GGZ nicht nutzen möchten oder keinen Zugang dazu finden, werden wir gemeinsam mit der Verwaltung die Einstellung einer Streetworkerin oder eines Streetworkers prüfen. Unser Ziel ist es, wirklich alle jungen Menschen in Hasbergen zu erreichen und ihnen verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner anzubieten.
- Wir, die SPD Hasbergen, stehen für eine Gemeinde, in der Bildung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit keine bloßen Schlagworte bleiben, sondern gelebte Realität sind.
- Eine gemeinsam gestaltete Schullandschaft und eine starke, verlässliche Jugendarbeit, die unsere Kinder und Jugendlichen fördert, stärkt und begleitet, sind für uns zentrale Bausteine für die Zukunft Hasbergens. Sie tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen und allen jungen Menschen faire Chancen zu eröffnen.
- Dafür wollen wir Verantwortung übernehmen – gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und vor allem mit den Kindern und Jugendlichen selbst.
Gemeinsam für mehr Sicherheit
- Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist für uns eine wichtige Aufgabe.
- Deshalb wurden in den letzten Jahren schon viele Maßnahmen ergriffen und umgesetzt. Radwege wurden besser ausgewiesen, barrierefreie Wege optimiert. Die Arbeit ist jedoch nie zu Ende. Es gilt, das Radwegekonzept umzusetzen, Bürgersteige und Übergänge an Straßen weiter zu optimieren und die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiter zu verbessern. Dazu zählt auch, die Beleuchtung der Gehwege, insbesondere der Schulwege, den geänderten Bedürfnissen anzupassen, sie insgesamt sicherer zu machen.
- In Hasbergen wird- neben dem Angebot des ÖPNV – noch ein weiteres „Verkehrsmittel“ von den jüngeren Verkehrsteilnehmenden genutzt: Der Laufbus. Aus einer Elterninitiative und dem Famlienservicebüro heraus ist diese Einrichtung eine Erfolgsgeschichte geworden. Eltern bringen die Jüngsten in einer sicheren Gruppe zur Schule. Aber nicht nur Eltern. Wir werden dafür werben, dass sich noch mehr ehrenamtliche Großeltern, Senioren und Menschen, die Zeit und Lust haben, diese Einrichtung noch verlässlicher und sicherer zu machen, daran teilnehmen. Als Busfahrerin oder Busfahrer zu Fuß. Oder als Schülerlotsen bei den Straßenüberquerungen an den Schulstandorten.
- Der Verkehr auf unseren Straßen nimmt weiter zu – trotz steigender Nutzung des ÖPNV. Deshalb setzen wir uns für Tempo 30 im Ortszentrum und auf allen reinen Wohnstraßen ein. Wo möglich, wollen wir Sackgassen zu Spielstraßen umgestalten und so die Sicherheit und Lebensqualität aller steigern.
- Das Radwegekonzept ist mit breiter Bürgerbeteiligung an den Start gegangen. Es ergeben sich daraus Handlungsempfehlungen, die wir, wo es möglich ist, umsetzen werden. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden wir uns für die Errichtung von Servicestationen für Radfahrer in Gaste und Ohrbeck, ähnlich dem am Bahnhof in Hasbergen, einsetzen.
- Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist in den letzten Jahren immer stärker angestiegen. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Osnabrück und der VOS gilt es, dies weiter zu optimieren. Wir wollen dabei die Fahrten mit dem Bus innerhalb Hasbergens kostengünstiger gestalten, ggf.. durch die Einführung eines Hasberger Umwelt-Abos.
Gegenseitig voneinander lernen
- Wie in vielen anderen Kommunen, so auch in Hasbergen: Der Anteil der Seniorinnen und Senioren wird immer größer. Auch sie werden ein verstärktes Angebot im neuen GGZ erhalten. Durch den Seniorenbeirat, der zu Beginn der neuen Legislaturperiode erneut gewählt wird, wird eine Vernetzung der verschiedenen Seniorengruppen in Hasbergen ermöglicht. Nicht nur der Austausch zwischen Älteren wird so ermöglicht, auch der vorhandene Erfahrungsschatz der „Alten“ kann so leichter gehoben werden. Der Austausch zwischen Jung und Alt wird durch das gemeinsam genutzte GGZ erleichtert und bietet neue Chancen für alle Generationen. Ob in einem Erzählcafé, kleinen Ausstellungen zur Ortsgeschichte: Die Möglichkeiten werden nur durch die Phantasie begrenzt.
- Um die vielfältigen Aufgaben im neuen GGZ zu erledigen, werden wir die Möglichkeit des Einsatzes von jungen Menschen vom Bundesfreiwilligendienst vorschlagen.
- Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, wurde der Behindertenbeirat der Gemeinde Hasbergen bereits in der Vergangenheit in die Planung von Gebäuden, Straßen und Wegen einbezogen, wie zum Beispiel beim Bürgersaal. Wir werden uns als Ratsfraktion dafür einsetzen, dass diese Einbindung bei größeren Bauvorhaben als Angebot auch privaten Bauwilligen zur Verfügung gestellt werden kann.
Freizeit in Hasbergen
- Das Angebot, seine Freizeit in Hasbergen zu gestalten, ist vielfältig. Sportvereine bieten ein breites Spektrum an Sportarten an. Der Kultur- und Verkehrsverein veranstaltet ein breites Programm unterschiedlichster Themen. Schützenvereine führen alte Traditionen fort und bleiben dabei jung. Das Naturbad lädt zum Schwimmen ein.
Die Nachfrage nach mehr aktiven Freizeitmöglichkeiten steigt dennoch. Mit dem GGZ und seinen Freiflächen schaffen wir zentrale Angebote. Auf dem Permer Damm gibt es ähnliche Einrichtungen bereits länger. Eine Pumptrack-Anlage ist seit kurzem in Betrieb. Wir werden Wanderwege ausbauen, die Aufenthaltsqualität an Regenrückhaltebecken verbessern und im gesamten Gemeindegebiet zusätzliche Bänke aufstellen. Wir werden die Möglichkeit, eine Murmelbahn im Hüggel einzurichten, prüfen lassen. Die „Trimm Dich“-Bewegung erlebt gerade einen zweiten Frühling. Um dies zu unterstützen, werden wir Möglichkeiten prüfen lassen, wo Trimm-Dich-Pfade entstehen könnten. - In Hasbergen bereichern zahlreiche Veranstaltungen unserer Vereine, Verbände und der Gemeinde das gesellschaftliche Leben. Dieses vielfältige Engagement wollen wir sichtbarer machen und die Information über Termine weiter verbessern.
Neben der Onlineplattform der Gemeinde setzen wir uns daher für zusätzliche, niedrigschwellige Wege der Bekanntmachung ein. Eine kreative Möglichkeit sehen wir in der Veröffentlichung von Veranstaltungsterminen auf Bierdeckeln, die in Imbissen, Gaststätten und Cafés ausliegen. So erreichen wir Menschen direkt im Alltag und stärken zugleich die Vernetzung innerhalb unserer Gemeinde. - Wir werden uns dafür einsetzen, auf der Onlineplattform der Gemeinde einen Bereich einzurichten, in dem Hasbergerinnen und Hasbergen ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Gemeinde eingeben können. Diese werden dann in den zuständigen Ausschüssen zur Diskussion gestellt.
Klima und Umwelt
- Der Klimawandel macht auch vor Hasbergen nicht halt. Die Augen davor zu verschließen, ist für die SPD Hasbergen keine Option. Wir werden uns auch in Zukunft für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.
- Seit 2024 gibt es in der Gemeinde eine Fachkraft für Klimaschutz. Das kommunale Klimaschutzkonzept wurde auf den Weg gebracht. Vorhaben werden so noch gezielter unter diesem Aspekt umgesetzt und Bürgerinnen, Bürger sowie ansässige Firmen können fachliche Beratung einholen und Zuschüsse beantragen. Wir unterstützen diese Arbeit aktiv, um das Ziel einer klimaneutralen Gemeinde bis 2050 zu erreichen. Wir befürworten die Beibehaltung der Planstelle über den Förderzeitraum hinaus.
- Um die Nutzung von Photovoltaikanlagen in Hasbergen festzustellen, wollen wir ein entsprechendes Kataster einführen. Dies soll dann auch genutzt werden können, eventuelle Überlastungen des Stromnetzes frühzeitig zu erkennen und den Netzausbau besser zu planen.
- Das Umweltbewusstsein ist auch in Hasbergen gestiegen. Müllsammelaktionen, Aufstellung von Hundekotbeutelspendern und zuletzt die Anbringung von Halterungen zur Aufnahme von Getränkedosen und Flaschen an Abfalleimern sind nur einzelne Aktionen, die durch Privatinitiative und Gemeinderat initiiert worden sind. Gleiches gilt für die Schaffung von Blühwiesen. Wir werden dieses Umweltbewusstsein weiter stärken und die erfolgreichen Maßnahmen fortführen. In diesem Zusammenhang werden wir auch durch die gemeindliche KUNA-Förderungen private Investitionen bezuschussen und dabei gegenüber neuen Ideen offen sein.
- Angesichts des Klimawandels wird es immer wichtiger, auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu sein. Deshalb werden wir in Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehr, technischem Hilfswerk und Straßenmeistereien Konzepte entwickeln, um bei Unwetter, Starkregen oder starkem Wintereinbruch besser reagieren zu können.
Die Sanierung des Ortskerns – eine lange Phase der Erneuerung geht auf die Zielgerade
- In den letzten bald 20 Jahren hat sich das Ortsbild in der Mitte Hasbergens stark zum Positiven verändert.
Mit der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes, der Schaffung von neuen Einkaufsmärkten, Parkplätzen oder deren Neugestaltung, dem Ausbau der Martin-Luther-Straße, dem Fußweg unter der Eisenbahnbrücke, dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der Schaffung einer neuen Mitte mit Bürgerhaus, Gemeindeverwaltung und neuer Gastronomie sowie einem Platz im Zentrum und der Neugestaltung des Vorplatzes auf der anderen Seite der Tecklenburger Straße änderte sich das Erscheinungsbild nachhaltig. In einem gemeinsamen Programm „Lebendige Zentren“ von Bund, Land und Gemeinde wurden diese Aufgaben finanziert. Wir, die SPD Hasbergen, haben uns im gesamten Verlauf dieser Maßnahmen immer klar und deutlich für dieses Programm und die Realisierung aller genannten Maßnahmen eingesetzt. Als stärkste Fraktion war es nicht immer leicht, sich so zu positionieren. Wir waren und sind immer der Meinung, dass mit diesem Programm, in dem die Gemeinde in weiten Bereichen nur ein Drittel der Kosten zu übernehmen hatte, eine Chance der Entwicklung für Hasbergen gab und noch gibt, die sonst so nicht möglich gewesen wäre. - Die vielfältigen Maßnahmen im Rahmen der „Ortskernsanierung“ werden mit der Umgestaltung der alten Feuerwehr zum neuen Generationen-Gemeinschaft-Zentrum (GGZ) mit attraktivem Außenbereich ihren baulichen Abschluss finden. Es liegt nun an uns allen, diesen Schlusspunkt mit Leben zu füllen. Die Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen und werden die Realisierung weiterhin aktiv vorantreiben.
- Die umfassende Sanierung des Ortskerns von Hasbergen steht kurz vor dem Abschluss. Mit allen Maßnahmen haben wir die Grundlage für eine starke und zukunftsfähige Gemeinde gelegt.
- Jetzt geht es darum, diesen Erfolg auch fair abzuschließen: Wir setzen uns klar dafür ein, dass Eigentümerinnen und Eigentümer selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser nach Beendigung der Sanierungsmaßnahmen keine finanziellen Belastungen durch die Gemeinde tragen müssen – solange sie ihre Immobilie nicht veräußern.
Gut wohnen in Hasbergen
- In Hasbergen sind in den letzten Jahren vor allem im Ortsteil Gaste viele neue Wohnungen entstanden. Der Wunsch, ein eigenes Haus zu realisieren, wird aber immer schwieriger zu erfüllen, da die Neuausweisung von größeren Arealen für die Wohnbebauung erschwert wurde. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von „Baulücken“ im vorhandenen Bestand. Deshalb braucht Hasbergen ein Baulückenkataster. Das werden wir in der nächsten Legislaturperiode auf den Weg bringen.
- Wo neue Wohngebiete entstehen sollen, übernehmen wir Verantwortung für eine behutsame, soziale und ausgewogene Entwicklung. Deshalb werden wir auch künftig verbindlich darauf achten, dass dort ausreichend bezahlbarer Wohnraum entsteht. Bezahlbares Wohnen ist längst kein Randthema mehr, sondern eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Familien, Alleinerziehende, junge Menschen und Seniorinnen und Senioren dürfen auf dem Wohnungsmarkt nicht abgehängt werden. Wir stehen für eine aktive und vorausschauende Wohnraumpolitik: Wachstum – wo möglich – ja – aber sozial gerecht und für alle Generationen bezahlbar. Natürlich werden wir dabei die Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz sowie die Vorgaben des Regionalen Raumordnungprogramms (RROP) beachten.
- Die Bundesregierung hat den „Bauturbo“ verabschiedet. Dies bedeutet für Bauwillige Chance und Unsicherheit zugleich. Um die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Stellen zu vereinfachen und Hilfestellung zu bieten, wollen wir Bauanfragen erleichtern.
- Immer mehr Baustellen beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Deshalb müssen Sicherung und Kontrolle verbessert werden, und wir werden die zuständigen Stellen verstärkt zur Beschleunigung der Umsetzung auffordern.
- Als flächenmäßig zweitkleinste Gemeinde im Landkreis hat Hasbergen relativ viel Gewerbefläche ausgewiesen. Allein in der Legislaturperiode 2021-2026 waren es mehr als 40 Hektar. Die Möglichkeiten sind nahezu erschöpft. Im Bereich des Kreisverkehrs an der L98 werden wir zusätzlich in der kommenden Legislaturperiode noch etwa 2,5 Hektar bereitstellen können. Die Weiterentwicklung von Amazone werden wir konsequent unterstützen; gleichzeitig werden wir aber auch den Mittelstand und das Handwerk stärken. Dazu gehört auch die Beibehaltung eines niedrigen Gewerbesteuersatzes. Für uns sind Arbeitsplätze im Ort wichtiger Bestandteil einer gesunden Gemeinde.
- Den Charakter Hasbergens als Heimat am Hüggel wollen wir erhalten und durch geeignete Maßnahmen stärken.
Eine gute Verwaltung ist wichtiger Baustein einer funktionierenden Gemeinde
- In den letzten fünf Jahren hat die Gemeinde ihre Verwaltung modernisiert und viele Dienste digitalisiert. Bürgerinnen und Bürger erhalten schneller Auskunft und können Aufgaben online erledigen.
- Diesen Fortschritt wollen wir auch im öffentlichen Raum fortsetzen: An den Sportplätzen in Gaste, Ohrbeck und am Schulfreigelände, im Bereich des Naturbades, am Bahnhofsvorplatz sowie rund um das GGZ und den Hüggelplatz werden neue WLAN-Hotspots eingerichtet.
- Nach dem Umzug der Gemeindeverwaltung in die neuen Räume am Hüggelplatz steht das alte Rathaus leer. Eine Nachnutzung des Gebäudes ist wegen der hohen Sanierungskosten nicht sinnvoll. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben wird, mit dem Ziel, eine sinnvolle Nachnutzung des Grundstückes herauszufinden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel dort selbstbestimmtes Seniorenwohnen, aber mit der Möglichkeit, Angebote wie Pflege und Verpflegung anzunehmen – etwa vergleichbar mit dem Wohnstift Westerberg.
- Viele Aufgaben der Gemeinde für ihre Bürgerinnen und Bürger geschehen im Verborgenen, sind aber notwendig für ihr Funktionieren. Dazu gehört für uns weiterhin, konsequent in Strom- und Wassernetze zu investieren und die Stadtwerke Lengerich bei den Maßnahmen aus der Netzstudie zu unterstützen. Ebenso ist der Glasfaserausbau noch zu beenden, obwohl in Hasbergen in den letzten vier Jahren der Ausbau von 5% auf 95% angestiegen ist.
- Dank unseres Einsatzes als SPD vor rund vier Jahrzehnten beschäftigt die Gemeinde Hasbergen eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte. Trotz aller gesellschaftlichen Bemühungen ist die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht Realität in Deutschland – im Gegenteil: Gerade in der Gegenwart gibt es zunehmend Kräfte vom rechten Rand der Gesellschaft, die versuchen, längst überkommene Rollenbilder neu zu etablieren und Frauen aus sowohl aus dem Berufsleben als auch aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzudrängen. Gerade in diesen Zeiten halten wir eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte für unverzichtbar – sowohl als Ansprechpartnerin für ihre Kolleginnen und für Frauen aus der Gemeinde als auch als starke Stimme im politischen Hasbergen.
Was noch übrig bleibt:
- Es gibt auch noch „Baustellen“, die wir in den letzten 5 Jahren nicht abgearbeitet haben. Dazu zählt zum einen die bisherige, erfolglose Suche nach einem geeigneten Bolzplatz in Ohrbeck, zum anderen – auch wenn es nicht zu den Aufgaben der Gemeinde gehört – der zugesagte Schallschutz an der Bahntrasse durch die Bahn sowie der Schallschutz an der A30 im Bereich der Heidesiedlung durch den Bund. Gründe hierfür sind Prioritätsänderungen bei der Bahn und der sich verzögernde Beginn des Ausbaus der A30. Wir werden weiter einen Platz in Ohrbeck suchen und die Säumigen von Bahn und Autobahnbaubehörde weiter an ihre Zusagen erinnern und auf deren Einlösung drängen.






















