SPD - in Hasbergen zu Hause

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Neuntes SPD Sozialcafé in Hagen zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Bereits zum neunten Mal fand das gemeinsame SPD Sozialcafé der Ortsvereine Hagen a.T.W., Hasbergen und Georgsmarienhütte statt. Für die Planungen und die Organisation zeigte sich dieses Mal die SPD Hagen a.T.W. verantwortlich, die mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ein sehr wichtiges und interessantes Thema ausgesucht hatte.

So konnten am 20. März in der Gaststätte Herkenhoff mehr als 140 Zuhörerinnen und Zuhörer von Reinhard Wittke, SPD Hagen, Johanna Lüchtefeld, Vorsitzende der SPD Georgsmarienhütte, und Kathrin Hilgediek, stellvertretende Vorsitzende der SPD Hasbergen, begrüßt werden.

Als Referenten konnten Dr. Michael Cromme, Arzt für Allgemeinmedizin aus Hagen, und Dr. Petra Meyer, Rechtsanwältin aus Bad Iburg, für das Sozialcafé gewonnen werden, die auch die Fragen des Publikums ausführlich beantworteten.

Michael Cromme machte deutlich, wie wichtig es sei, dass jeder eine solche Willenserklärung habe und versuchte auch, den Anwesenden die Ängste vor diesen Entscheidungen zu nehmen.
Unabhängig von der Notfallversorgung vor Ort greife die Patientenverfügung erst, wenn der Patient im Krankenhaus sei. Eine Rolle spiele die Patientenverfügung insbesondere bei Krebserkrankungen, schwersten Gehirnschäden und neurologischen Erkrankungen. Sofern eine solche Verfügung nicht vorliege, werde das Betreuungsgericht tätig und versuche, den Willen des Patienten zusammen mit den Angehörigen zu ermitteln. Aus eigener Erfahrung ergänzte Rechtsanwältin Meyer: „Doch die Angehörigen interpretieren den Willen des Patienten häufig unterschiedlich.“
Sie stellte zudem wichtige Aspekte der Vorsorgevollmacht vor. Hiermit könne eine Vertrauensperson bestimmt werden, die in bestimmten Angelegenheiten Entscheidungen treffe, wenn man selbst aus Krankheits- oder Altersgründen dazu nicht in der Lage sei. „Hier ist dann aufzulisten, um welche zu regelnden Bereiche es sich handelt: Haushalt auflösen, Mietvertrag kündigen, Konto verwalten oder schließen, Post öffnen, etc.“, erklärte Petra Meyer. Dr. Cromme riet weiterhin dazu, die Verfügung und Vollmacht mit dem Hausarzt zu besprechen und regelmäßig zu aktualisieren.

Als Muster bekamen die Gäste das Heft „Christliche Patientenvorsorge“ mit auf den Weg,  in dem die entsprechenden Vordrucke und Muster der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu finden sind. Diese ist auch im Internet unter www.ekd.de/patientenvorsorge zu finden.

Im nächsten Jahr findet das 10. SPD Sozialcafé in Hasbergen statt.